Beratung bei Bau- oder Montagearbeiten im Ausland

Bau- und Montagearbeiten im Ausland können für deutsche Bauunternehmen und Maschinenbauer besondere Herausforderungen bieten. Dies gilt auch für die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die für diese gelten und eine Vielzahl von nationalen wie internationalen Vorschriften berühren. Gerne nehmen wir Ihnen diese steuerlichen Hürden und Fallstricke ab, sodass Sie sich mit ihrem Unternehmen auf die Durchführung des Auftrags konzentrieren können.

Aus unserem Leistungsangebot bei Bau- und Montagearbeiten im Ausland:

  • Prüfung von Lohnsteuer- und Sozialversicherungsfragen
  • Beratung bei Begründung von Betriebsstätten
  • Umsatzsteuerliche Beratung und Deklarationspflichten im Ausland

Bau- und Montagearbeiten im Ausland können im deutschen Steuerrecht, wie in den Doppelbesteuerungsabkommen als steuerliche Betriebsstätte gewertet werden, wenn diese eine gewisse Dauer der Präsenz im anderen Staat überschritten wird. Die deutsche Abgabenordnung stellt hier auf eine Dauer von 6 Monaten ab, während die gängigen Doppelbesteuerungsabkommen überwiegend einen 12-Monate-Zeitraum kennen

Wird durch die Dauer der Arbeiten im Ausland eine Betriebsstätte begründet, hat dies vielfältige steuerliche Folgen: Die Betriebsstätte wird im Land der Tätigkeitsausübung steuerpflichtig, was entsprechende Registrierungs- und Deklarationspflichten mit sich bringt (nähere Informationen finden Sie hier).

Liegt eine Betriebsstätte vor, hat dies auch Konsequenzen für die Gehaltszahlungen an die eingesetzten Mitarbeiter, was wiederum zu steuerlichen Pflichten im Tätigkeitsstaat für Arbeitgeber und Arbeitnehmer führen kann. Bei einer Überlassung von Mitarbeitern an ein anderes Unternehmen, für welches die relevanten Zeiträume einer Betriebsstätte im Ausland bereits überschritten sind, können die Folgen der Betriebsstättengrundsätze für den Arbeitgeber greifen, wenn dieses andere Unternehmen als wirtschaftlicher Arbeitgeber angesehen wird.

Sozialversicherungsrechtlich gilt zu klären, ob die eingesetzten Mitarbeiter der ausländischen Sozialversicherung unterliegen. Bei Einsätzen unter 24 Monaten kann von europäischen Entsenderegeln, Sozialversicherungsabkommen oder den Ausstrahlungsregeln nach dem deutschen Sozialgesetzbuch Gebrauch gemacht werden. Dies gilt allerdings nicht, wenn Personal im Zielland auf dem örtlichen Arbeitsmarkt angeworben wird!

Bei Arbeiten an Grundstücken oder Gebäuden liegt der umsatzsteuerliche Ort in der Regel im Tätigkeitsstaat. Dies führt zu Registrierungspflichten im Ausland, da die gängige Verlagerung der Umsatzsteuerschuld (sog. Reverse Charge) bei Bauleistungen oft nicht angewendet wird. Die Umsatzsteuer ist dann auch zu beachten, wenn Materiallieferungen aus Deutschland oder anderen Ländern direkt an die Baustelle im Ausland stattfinden.

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